Die Räuber

Eine Immersive Theaterinstallation für 18 Personen

Premiere: 20. September 2018

„Es gibt da etwas das du wissen solltest

Etwas über dich, mich und sie

Bitte fürchte dich nicht…“

 

 

Studio Beisel ist nicht dafür bekannt, Klassiker der deutschen Dramatik auf die Bühne zu bringen. Es ist auch nicht dafür bekannt, überhaupt irgendetwas auf die Bühne zu bringen. Alle bisherigen Studio Beisel Produktionen leben davon, dass man den Stoff von der Bühne runter zum Publikum oder gänzlich raus in den Stadtraum holt. Die Ebenen vermischen sich miteinander und heraus kommen Theaterstücke, die eigentlich eine neue Kategorie, vielleicht sogar ein neues Wort brauchen.

Ob digitale Raumsimulation, performative Stadtführung oder wie bei den Räubern eine immersive Theaterinstallation: es setzt sich über Genres hinweg und nutzt stets andere Mittel, eine Erfahrung zu erschaffen. Ohne dieses Erlebnis jemals gemacht zu haben, braucht man als potentieller Zuschauender viel Vorstellungskraft, um sich ausmalen zu können, was einen auf inhaltlicher und formaler Ebene erwartet.

Das Publikum bleibt nicht länger das Publikum, sondern wird zu einem echten Gegenüber. Die Individuen treten aus einem Kollektiv heraus und fühlen sich oft wie Figuren in einem Film. Sie betreten Räume, können sich frei bewegen, anfassen, riechen und schmecken. Es gibt dabei, vergleichbar mit einem Computer- oder Gesellschaftsspiel, einen starken, interaktiven Charakter. Im Vordergrund stehen immer Neugier und die Lust am Spiel, niemals (Gruppen-)Zwang oder Drang. Kein Mitmachtheater, wie man es vielleicht erfahrungsgemäß fürchtet.

Die Räuber reproduzieren weder Schillers Schauspiel, noch wollen sie dem Publikum eine Geschichte erzählen, geschweige denn etwas erklären. 

Die Räuber rauben: Inhalte, Motive, Zitate, Figuren, Zeit und gewinnen Verbündete, Ideen, Räume, Erlebnisse und Erkenntnisse. 

 

In diesem Sinne präsentiert nicht Studio Beisel die Räuber, sondern die Räuber präsentieren sich selbst. Sie sind Teil des Beisels, sie sind sich ihrer Rollen bewusst und auch ihrer Schöpfer. Karl und Franz Moor freuen sich auf ein offenes und experimentierfreudiges Publikum. 

Die fünfteilige Dokumentation über Studio Beisel gibts demnächst auf YouTube.